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Österreichs Westen: Das Rätikon





Folgt man dem Rhein flussaufwärts, erreicht man Bludenz, das Tor zum Rätikon. Die Gebirgsgruppe des Rätikons wird eingerahmt vom Rhein im Westen, der Ill im Norden und der Silvretta im Osten. Die südliche Grenze wird durch das Landquart, bereits in der Schweiz liegend, geformt.
Viele Besucher dieses Gebietes werden enttäuscht sein, dass keiner der Gipfel die magischen 3000m erreicht und es hier nur einen verschwindend kleinen Gletscher, den Brandner Gletscher, gibt. Aber die Abwesenheit dieser Publikumsmagneten hat auch Vorteile: hier ist deutlich weniger los als in der benachbarten Silvretta. Und jeder der Berge kann im Sommer ohne Gletscherkontakt und somit ohne Steigeisen und Pickel bestiegen werden. Hardcore Bergsteiger zieht es ohnehin eher in die Bernina oder die Silvretta - man ist hier also unter sich. Das Rätikon ist somit eine ideale Region für fortgeschrittene Bergtouren und Klettereien - der nächste logische Schritt nach Bergwanderungen im nahen Bregenzerwald.


Basis Information
Wetter
Karten
 
Reise Information
Anreise
Unterwegs
Unterkunft
Aktivitäten
Bergwandern
Outdoor Sports
 
Specials
Was man nicht verpassen sollte...
Was man lassen sollte...
 

Basis Information
- Vorarlberg Tourism
- Vorarlberg Online

Wetter
- Vorarlberg Online Wetter
- Schweizer Wetter von der Neuen Zürcher Zeitung
- Yahoo! Wetter für Bregenz
- Wettervorhersage für Vorarlberg von alpin.de
- Bergwettervorhersage für das Rätikon von bergwetter.de ("Rätikon" im Menü wählen)

Karten
Traditionell ist Österreich nicht sehr berühmt für seine Kartenwerke. Und Vorarlberg ist unglücklicherweise nicht einmal von den Karten des DAV abgedeckt, obwohl es an Schweiz und Deutschland angrenzt. Daher sind die besten verfügbaren Karten - neben den exzellenten Schweizer Karten (Blätter 1156 & 1157, 1:25.000) die von Kompass bzw. die Freytag & Berndt. Ich habe die ersteren genutzt, "Nr. 32 Bludenz Schruns Klostertal", welche sich als recht zuverlässig herausstellte. Für weitere Details zu den Touren empfehle ich den Alpenvereinführer, Bergverlag Rother, "Rätikon".
- Gebietskarte von National Geographic
- Übersichtsskizze mit Städteinfos von bsz
- Karte des nördlichen Rätikon Gebietes von multimap
- Übersichtskarte (1:250.000) (283k) für Vorarlberg von Freytag & Berndt
- Karte (1:50.000) (72k) der Tour zur Schesaplana
- Karte (1:50.000) (50k) der Tour zum Saulakopf

Reise Information

Anreise
Vorarlberg ist mit Deutschland über die A96 (D) und die Rheintal Autobahn A14 (A) gut verbunden. Wenn Ihr aus der Schweiz kommt, könnt Ihr die Autobahn N1 von St. Gallen kommend oder die N13 von Chur nutzen. Aus dem Osten wird Vorarlberg etwas schlechter über den Arlbergtunnel auf der S16 erreicht. Denkt daran, dass Österreichische und Schweizer Autobahnen nur mit Vignette genutzt werden dürfen. Die Vignetten erhält man an der Grenze selbst oder an Tankstellen im Grenzgebiet. Zugverbindungen sind hier nur schwach gesät, aber immerhin existieren ein paar: von Lindau (D), St. Gallen and Chur (CH) and Innsbruck (A) kann Bregenz erreicht werden, von dort empfiehlt es sich, nach Bludenz weiter zu fahren.

Unterwegs
Ohne Auto ist das Rätikon in weiten Teilen kaum erreichbar. Obwohl man die Busse in der Region nutzen könnte, sind sie keine echte Alternative. Sie verkehren eher selten und saisonabhängig verkehren sie teilweise gar nicht. Glücklicherweise ist Brand, am Talschluss des Brandner Tals, gut mit Blundenz verbunden und ein guter Standort für Touren jeder Art - auch für die hier beschriebenen.

Wenn Ihr Eure Touren vom Lünersee aus starten wollt, könnt Ihr die Lünerseebahn (+43(5556)72444) nutzen, die von Juni bis Oktober täglich in Betrieb ist (einfache Fahrt 3,85-4,25 EURO, Hin-/Zurück 6,45-7,15 EURO).
- Vorarlberg Tourism
- Informationen über Strassenverhältnisse (z.B. Pass-Sperrungen) vom ÖAMTC

Unterkunft
Seid Ihr erstmal in den Bergen, ist freies Zelten eigentlich kein Problem mehr: einfach Zelt ein paar hundert Meter vom nächsten Weg aufschlagen, Landbesitzer wenn verfügbar fragen und geniessen. Falls Ihr mehr Komfort sucht, bieten Brand und die umgebenden Dörfer eine grosse Auswahl an Hotels, Pensionen und Privatunterkünften. Mir persönlich gefiel die Pension Tuklar in Brand. Sie bietet ein Zimmer für nur 20 EURO pro Person inklusive Frühstück und wer will, kann hier ein komplettes Appartment mieten. Infos gibt es unter +43(05559)303 oder per Mail bei info@tuklar.com. Und nutzt gegebenenfalls die Online-Buchungsmöglichkeiten bei Vorarlberg Tourism. Für Wanderungen von Hütte zu Hütte weist auch das Rätikon eine sehr gute Infrastruktur auf, z.B. die Douglasshütte am Lünersee (1.976m, nur Sommer), die Totalphütte (2.385m, nur Sommer) und die Mannheimer Hütte (2.679m, nur Sommer) im Schesaplana-Gebiet oder die Heinrich-Hueter-Hütte (1.766m, nur Sommer) für Touren auf Saulajoch oder die Zimba. Wer Drusenfluh oder Sulzfluh vom Norden aus besuchen will, sollte die Lindauer Hütte (1.744m, nur Sommer) wählen.
- Vorarlberg Tourism
- wer mehr Infos zu den Hütten sucht, wird fündig beim OeAV
- Douglasshütte, 1.976, AV-Info
- Totalphütte, 2.385m, AV-Info


Aktivitäten
Das Rätikon umfasst "nur" 400 qkm, aber hat dafür eine ganze Menge zu bieten: anspruchsvolle Klettereien auf den Südwänden von Sulzfluh and Drusenfluh oder auf das "Matterhorn" Vorarlbergs, die Zimba. Ferner Bergwanderungen zu Schafgafall, Schesaplana, Saulakopf und den Drei Türmen. Mountain Biking in den Tal-Lagen, Angeln in den Seen (Erlaubnis notwendig). Und die hohen Gipfel sind alle mit normaler Bergtourenausrüstung erreichbar von Juni bis Oktober, sogar wenn man den Brandner Gletscher quert, welcher als spaltenfrei gilt.

Bergwandern
Wer Schneeschuhe oder Firngleiter mitbringt, kann bereits im Frühling grossartige Touren unternehmen. Alle anderen müssen warten, bis eine gangbare Spur im Schnee liegt, dann können auch Schesaplana, Sulzfluh und Drusenfluh leicht erreicht werden. Im Spätsommer werden dann ohnehin alle Wege schneefrei sein. Es ist also Geschmackssache, mir gefiel es am besten im Frühsommer.
- Weebcam: Von Parsenn/Weisssfluhjoch Richtung Schesaplana
-
Tour: Von der Douglasshütte (1.976m) zur Schesaplana (2.965m)
-
Tour: Von der Douglasshütte (1.976m) zum Saulakopf (2.517m)

Outdoor Sports
Klettern bietet sich in der Region richtiggehend an. Hier können auch leichtere Routen geklettert werden, aber auch sehr anspruchsvolle. Die berühmte Zimba weist Routen von III bis V auf, die Drusentürme von III bis VI und die Südwände von Drusenfluh und Sulzfluh ermöglichen Klettereien in fast jedem Grade - oberhalb von V. Schaut in den Alpenvereinsführer "Rätikon" für weitere Infos.

Specials

...Was man nicht verpassen sollte!
Gutes Essen und schöne Landschaften können hier kaum verpasst werden, hier gibt es genug davon. Was Ihr auf jeden Fall probieren könnt, ist im Frühsommer auf dem Hosenboden z.B. von der Schesaplana abzufahren, wenn Sicht- und Schneeverhältnisse das erlauben. Die Hänge Richtung Totalp sind auf jeden Fall sanft genug dafür - ich habe es probiert. Ihr solltet nur auf den vielleicht schlecht sichtbaren Totalpsee, gleich an der Hütte, achten und sicherstellen, dass Ihr "steinfreie" Abfahrten nutzt.

...Was man lassen sollte!
Bitte erwartet nicht, hier in der Hochsaison einen einsamen Ort zu finden. Gerade das Brandner Tal und das Montafon sind Touristenmagnete und erlauben neben Alpinisten auch jedem anderen Touristen einen raschen und bequemen Aufstieg durch die zahlreichen Bergbahnen. Wer das vermeiden will, muss auf den Winter warten....

letzte überarbeitung: Monday, August 11, 2003 copyright www.therucksack.net