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Schottland: Westliche Highlands und die Isle of Mull




Das mit dieser Seite abgedeckte Gebiet erstreckt sich von Fort William im Norden bis Oban im Süden und westlich bis zur Isle of Mull. Ich fand dieses Gebiet optimal für einen Zwei-Wochen-Trip mit Trekking und "Hill Walking", der schottische Variante des Bergwanderns, wenn man einige der berühmtesten und schönsten Landschaften Schottlands kennenlernen möchte. Das Gebiet bietet alles, was man von einem kurzen Trip in die Highlands erwarten kann: Ben Nevis, Grossbritannines höchster Berg, Glen Nevis und Glen Coe, wo u.a. Braveheart gefilmt wurde, und die Inneren Hebriden, mit ihrer genialen Fusion von Meer und Bergen.

Aber bevor Ihr hierhin aufbrecht, seid gewarnt: wenn die Midges kommen, kommen auch die Touristen. Das Gebiet, vor allem Fort William, werden überfüllt sein von Juni bis Ende August. Vermeidet also beides nach Möglichkeit und besucht die Highlands im Frühjahr oder Herbst - am ehesten vielleicht sogar im Winter.

Basis Information
Wetter
Karten
 
Reise Information
Anreise
Unterwegs
Unterkunft
Aktivitäten
Trekking
Hill Walking
 
Specials
Was man nicht verpassen sollte...
Was man lassen sollte...
 

Basis Information

Wetter
- Yahoo! Wetter für Oban
- MetOffice Vorhersage für Oban
- Yahoo! Wetter für Fort William
- Northern Scotland Wetterinformation von MetOffice

Maps
Generell kann man für Schottland uneingeschränkt nur die grossartigen Ordnance Survey Maps (1:25.000) empfehlen. Zur Orientierung könnt Ihr den unten stehenden Links folgen.
- Gebietskarte von National Geographic
- Satellitenkarte für Schottland von National Geographic
- Karte für Fort William und Glen Nevis (1:100.000) von multimap
- Karte für Glen Coe (1:100.000) von multimap
- Karte für Oban und Isle of Mull (1:200.000) von multimap
- Karte (1:50.000) (101k) der Tour quer durch Mull
- Karte (1:25.000) (110k) der Tour zum Ben Nevis
- Karte (1:50.000) (95k) der Tour zum Glen Nevis
- Karte (1:25.000) (110k) der Tour ins Hidden Valley

Reise Information

Anreise
Oban und Fort William sind mit ScotRail von Glasgow sehr gut erreichbar. Und auch wenn Ihr ein Auto habt, fahrt trotzdem mit der Bahn! Es lohnt sich, denn beide Bahnstrecken (West and North Highland Line) führen durch ansonsten schwer erreichbare, extrem schöne Gegenden. Wenn Ihr mit Ryanair in Glasgow angekommen seid, erhaltet Ihr übrigens ohnehin 50% Rabatt auf die Bahntickets. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, sollte durch das Glen Coe fahren.
- ScotRail Tourism
- Ryanair nach Glasgow

Unterwegs
In den westlichen Highlands herumzukommen ist recht einfach, auch ohne Auto. Von Fort William erreicht man mit lokalen Bussen und Scottish City Link prima Glen Nevis, Glen Coe und Oban, ebenso wie Mallaig und Loch Etive. Bus Fahrpläne gibt es bei der Ft. William tourist information. Fast alle Busse verkehren ab der Bahnstation, für Anschluss ist also gesorgt. Nur in entlegenen Gebieten wie etwa Morvern verkehren die Busse sehr selten - manchmal nur zweimal die Woche. Also vorher Fahrplan besorgen oder Zeit mitbringen.
Wollt Ihr nach Mull oder auf die äußeren Hebriden, können die Inseln gut von Mallaig und Oban per Fähre erreicht werden.
- Scottish City Link
- Caledonian MacBayne Ferries
- Fort William Tourism Information

Unterkunft
Wer kein Zelt mit hat muss sich auf die ausgezeichnete B&B Infrastruktur vor Ort verlassen. Dutzende sind in Fort William verfügbar, in der Hochsaison können aber auch alle an den Wochenenden ausgebucht sein. Die Preise lagen bei 16 bis 18 GBP pro Nacht und Person. In Oban findet man auch nette B&B's, aber in Morvern und auf Mull gibt es Unterkünfte nur in den größeren Dörfern, die an Fähr- und Buslinien angeschlossen sind. Wie auch immer, Schottland ist am besten mit Zelt und Rucksack erschliessbar (und es regnet weitaus weniger dort als man denkt - wir hatten zwei Wochen Sonne im Oktober!). Ein Zelt hat den unschätzbaren Vorteil da bleiben zu können, wo man auch wandern will. Viele faszinierende Touren sind gar nicht denkbar, wenn man abends wieder ins B&B zurück muss. Mischt also beides und Ihr werdet den meisten Spass haben (überflüssiges Gepäck bewahrt einem der Vermieter oft auch kostenlos auf...).

Aktivitäten
Bevor ich in die Highlands kam glaubte ich, die beste Variante sind Fernwanderwege und Abstecher in die berühmten Gebiete rund um Fort William. Falsch war das nicht, aber mittlerweile bin ich überzeugt, man sollte das lassen. Trekking and Hill Walking sind die spannenderen und schottischeren Outdoor Aktivitäten (vielleicht abgesehen vom Bergsteigen) und man sollte sich hierfür die Zeit nehmen.

Trekking
In Schottland ist Trekking ein mehr oder weniger wegloses Wandern. Das kann die "highland experience" viel lohnender machen, da man so auch entlegene, einsame Gebiete erreicht. Gegenden, wo man auch über Tage niemanden trifft. Und dieses Erlebnis ist sehr selten mittlerweile, da die populären Wanderwege (West Highland Way, Glen Nevis und Glen Coe/Lost Valley zum Beispiel) sehr stark auch von Tagesausflüglern frequentiert werden. Die Wege zu verlassen heisst aber auch, auf Boden zu laufen der permanent nass ist und auf dem man nur schwer vorwärts kommt. Verglichen mit den Wanderer-Autobahnen rund um Fort William ist Trekking eine sehr anstrengende Art der Fortbewegung, vor allem mit schweren Rucksäcken.
Ich habe mit einem Freund die Isle of Mull unterhalb des Ben More durchquert und obwohl es der härteste Marsch in Schottland war, war es auch der lohnendste. Ist man erstmal drei Stunden von der Strasse weg, umarmt einen die Natur. Rehe, Schafe, Hasen rennen um einen herum, nur ein paar Meter vom Zelt. Und die Aussicht während der Wanderung ist unglaublich. Selbst nachts ist so ein Trip unvergleichlich: perfekte Ruhe und endlose Sternenmeere. Probiert es aus :-)
-
Tour: Durchquerung von Mull unterm Ben More
- Für mehr Infos über Fernwanderwege in Schottland, besucht Thomas Keijzer's site

Hill Walking
Hill Walking ist ein typisches schottisches Understatement und bedeutet einfach gehen und klettern auf die Munros (schottische Berge höher als 3.000 ft. Für mehr Informationen besucht "the Bog", s.u.). Ihr werdet sowas nicht sehr spannend finden, wenn Ihr an die Alpen oder die Rocky Mountains gewöhnt seid. Aber versprochen, Ihr werdet es lieben. Natürlich sind 3.000ft nicht viel, aber es kann doch recht herausfordernd sein wenn man den Aufstieg von Meereshöhe macht. Für fast ganz Schottland ist Hill Walking die Möglichkeit, die schönsten Ecken kennenzulernen und wird Euch die kleine Extraportion Abenteurer liefern, die dem normalen Wandern in Schottland manchmal abgeht. Obwohl ich es nicht empfehlen kann, können viele Munros auch bequem mit dem Auto erreicht werden und es braucht bei gutem Wetter nur Bergstiefel, wetterfeste Kleidung, eine gute Karte (ich empfehle Euch die Ordnance Survey Maps 1:25.000), einen Kompass, ggf. einen Höhenmesser und einen Rucksack mit etwas zu Essen und Getränken. Hill Walking kann Teil von jeder Fortbewegungsart in Schottland sein..
Unglücklicherweisen ist uns die Variante Hill Walking zu spät aufgegangen. Die Karten unten zeigen Euch unsere Touren (rot markiert) und in grün die Varianten, die oft interessanter gewesen wären.
-
Tour: Ben Nevis auf dem Normalweg
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Tour: In das Glen Nevis
-
Tour: Von Glen Coe ins Hidden Valley
- walkingwild.com - walking and hiking in the Scottish Highlands and the Isles (probiert den "Find a trail"-Bereich aus!)
- The Bog - gut strukturierte Infos über Munros, Hill Walking and Climbing
- The Scottish Mountaineering Club
- Ordnance Survey Maps: the reference for any outdoor activity in Britain

Specials

...was man nicht verpassen sollte!
Nur ein paar Notizen: fish & chips in Oban, der Himmel über Mull, Sonnenuntergang im Hidden Valley, die berühmten und gefürchteten gullies am Ben Nevis, Haggis im Ben Nevis Restaurant in Ft. William (und all das andere spektakuläre Essen dort), den West Highland Railway.

...was man lassen sollte!
Schottland ist im Sommer nicht so charmant wie Ihr vielleicht erwartet. Versucht lieber die Hochsaison und die Midges und Touristenmassen zu vermeiden. Vor allem dann, wenn Ihr ohnehin nach Fort William wollt. Es kann sich auf jeden Fall lohnen, sich anders zu verhalten als der Rest und z.B. nicht so bekannte Alternativrouten auf den Ben Nevis anstelle des Normalweges zu probieren. Bleibt also weg von den ausgetreten Wegen und Ihr werdet Schottland erheblich mehr geniessen!

letzte überarbeitung: Monday, August 11, 2003 copyright www.therucksack.net