banner

home > die touren > trebbia
Das Tal der Trebbia


                                                  

Das Tal der Trebbia erstreckt sich von Piacenca Richtung Genua und befindet sich im nördlichen Teil des Appenin. Was es so einzigartig macht, ist dass keinerlei Industrie im Tal erlaubt ist. Der typische Italienbesucher kommt zudem gar nicht hierher, da es keine "grossen" kulturellen Attraktionen zu bewundern gibt. Und da ein Besuch des Tals auch bedeutet, die schnellen Touristenstrecken entlang des Mittelmeeres bzw. die Via Emilia zu verlassen, bleibt das Tal ruhig, ländlich und authentisch.

Wenn Ihr also nach einem Ort für ein entspannendes Wochenende mit exzellenter lokaler Küche, guten Weinen, schönen Landschaften und einer guten Auswahl an Outdoor Aktivitäten sucht, seid Ihr hier richtig.


Basis Information
Wetter
Karten
 
Reise Information
Anreise
Unterwegs
Unterkunft
Aktivitäten
Bergtouren

Mountain Biking

Fels & Wasser
Specials
Was man nicht verpassen sollte...
Was man lassen sollte...
 

Basis Information

Wetter
- Yahoo! Wetter für Piacenza
- Intellicast Vorhersage für Piacenza

Maps
- Gebietskarte von National Geographic
- Satellitenkarte von Norditalien von National Geographic
- Strassenkarte für das Tal (1:150.000) von multimap

Reise Information

Anreise
Der schnellste Zugang in das Tal vom Norden ist via Voghera, welches sich nahe der Autobahn, die Turin mit Piacenza verbindet, befindet. Ein weiterer Zugang ist von Nordosten von Piacenza. Von beiden Orten, Voghera and Piacenza, wird die Fahrt nach Bobbio rund eine Stunde dauern. Der Zugang aus dem Süden, z.B. von Genua aus, ist länger aber auch landschaftlich attraktiver. Wenn Ihr öffentliche Verkehrsmittel benutzt ist das beste, nach Piacenza mit dem Zug zu reisen und einen Bus in das Tal zu nehmen. Aber aufgepasst: die Busse verkehren nicht sehr oft.

Unterwegs
Die Haupstrasse des Tals, die S 45, verbindet fast alle Dörfer entlang der Trebbia. Öffentliche Busse sind gut verfügbar und verbinden z.B. auch Marsaglia und Bobbio regelmässig. Und seid Ihr erstmal da, bringen Euch Bike und Wander Trails überall hin.

Unterkunft
Eine Unterkunft zu finden ist hier recht einfach. Bobbio bietet eine Anzahl kleiner Hotels unterschiedlichster Standards und auf der gegenüberliegenden Seite der Trebbia einen Campingplatz. Marsaglia selbst scheint wiederum nicht viele Herbergen aufzuweisen, aber man kann ggf. im Sports in Open Space Zentrum direkt am Fluss oder in Brugnello, rund 40 Minuten zu Fuss von Marsaglia, übernachten (siehe unten für weitere Infos).

Aktivitäten
Das Tal bietet fast alles was das Herz begehrt, entweder zum selbst erforschen, zum lernen einer Outdoor Sportart oder auf einer geführten Tour!

Bergtouren
Ihr werdet hier keine Bergsteigerträume ausleben können. Aber Ihr findet hier zahlreiche natürliche Wege durch die Wälder und über die umliegenden Berge. Wer seine Wanderschuhe mit hat, kann das Tal gut auf eigene Faust erforschen. Der beste Ausgangspunkt hierfür ist wohl die "Hauptstadt" des Tals, Bobbio. Aber besorgt Euch eine Karte, denn markierte Wege und Ranger werdet Ihr nicht vorfinden.

Mountain Biking
Wer ein bisschen mehr Action braucht, kann sich ein MTB leihen und damit die Trails erkunden. Versprochen, es gibt hier genug Herausforderungen für jeden und hunderte von Kilometern, die Ihr in diesem Teil des Appennin zurücklegen könnt - in jedem Schwierigkeitsgrad. Wer kein eigenes Bike dabei hat, kann sich kostengünstig eins bei Sports in Open Space leihen.
- Foto: In den Hügeln rund um Marsaglia auf einem bike trip

Fels & Wasser
Was mir am meisten gefiel im Tal der Trebbia war sicherlich die Möglichkeit, mal was Neues in einer genialen Szenerie auszuprobieren: Felsklettern, Kajak fahren, Rafting oder Canyoning. Das Team von
Sports in Open Space in Marsaglia bietet erfahrene und enthusiastische Guides, die das Gebiet in jeder Hinsicht kennen und modernes Equipment zum Verleih bereithalten. Ihre Preise sind auch für organisierte Trips preiswert und auch die Unterkunft im Center ist eine gute Alternative. Erkundigt Euch jedoch vor allem für die Wassersportarten vor der Anreise nach den lokalen Bedingungen, im Verlauf des Sommer trocknet die Trebbia weitgehend aus.
- Sports in Open Space
- Foto: Die Trebbia Ende April

Specials

...was man nicht verpassen sollte!
Was ich Euch wirklich empfehlen kann ist das kleine Bergdorf Brugnello. Folgt einfach der Trebbia stromaufwärts von Marsaglia und kurz bevor Ihr die Stadt verlasst nehmt die kleine, steile Strasse auf der rechten Seite. Am Ende der Strasse findet Ihr dann ca. acht Häuser, eine Kirche und ein kleines Hotel mit einem sehr ordentlichen Restaurant - und fast keine Touristen (hoffentlich lesen diese Seiten nicht zu viele Leute :-). Das Dorf Brugnello liegt 300m oberhalb von Marsaglia und von der Kirche, direkt am Rand des Felsens erbaut, geniesst man einen grossartigen Blick auf das Tal. Aber am bemerkenswertesten ist hier das Hotel. Das Gebäude ist alt, ist aber vom Eigentümer sehr authentisch renoviert worden und bietet sechs schöne Doppelbett-Zimmer. Der Preis für ein Zimmer mit Dinner und Frühstück (!) war in 2001 bei 170.000 ITL, also ca. 80 EURO - ja, insgesamt für zwei Personen, was sogar für ein "normales" Hotel sehr preiswert wäre. Aber für dieses Hotel ist dieser Preis unglaublich, da die Qualität von wirklich allem in dieser Kategorie einmalig hoch ist in Norditalien - wer dachte, gute Küche gibt es nur im Piemont und der Toskana, sollte dieses Restaurant mal ausprobieren! Frühstück ist auch gut und reichlich, das Dinner besteht immer aus vier Gängen, die perfekt und aus frischen Zutaten bereitet sind. Und die lokalen Weine dazu sind wirklich genial.
Hotel Rocca Rosa, 0523 934500.

Für alle, die neben Sport und gutem Essen auch Kultur brauchen, kann Bobbio empfohlen werden. Die alte Brücke, die die Trebbia überspannt, ist einmalig in ihrer Form, das alte Kloster, die Kirchen und die alten Viertel sind allesamt sehenswert.
- Foto: Brugnello, vom Ufer der Trebbia aus gesehen
- Foto: Brugnello
- Foto: Bobbio, von der Brücke aus

...was man lassen sollte!
Nun, nicht zu schnell durch das Tal brausen und sich stattdessen einige Tage Zeit nehmen. Und vor Ort sollten der Lebensstil und die Natur respektiert werden, dieses Tal ist eindeutig zu schade, um von ignoranten Ausflüglern überrannt zu werden.

letzte überarbeitung: Monday, August 11, 2003 copyright www.therucksack.net