Erneuerbare Energien gelten als wichtigste Basis für die Energiewende. Sie werden auch regenerative Energien genannt und tragen hauptsächlich zur Nachhaltigkeit mit bei. Im Vergleich zu Energiequellen wie Gas, Öl und Kohle, sind sie nicht von begrenzten Ressourcen abhängig. Hierzu zählen die Solar- und Windenergien, die Wasserkraft, Bioenergien, sowie auch die Erdwärme oder Geothermie.

Es handelt sich dabei um saubere und fast unerschöpfliche Alternativen zu den fossilen Energieträgern. Damit lassen sich nicht nur der Kohlendioxidausstoß deutlich verringern, sondern auch die Importabhängigkeit in Hinsicht auf die Brennstoffe.

Erneuerbare Energien sollen das Wirtschaftswachstum fördern und zur Wertschöpfung mit beitragen. Auch sind mittlerweile immer mehr Menschen in der regenerativen Energiebranche tätig.

Allerdings bringen die erneuerbaren Energiequellen nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch einige wichtige Nachteile.  

Die Schattenseite der regenerativen Energie

Sicherlich wirken die Vorteile von erneuerbaren Energiequellen auf den ersten Blick sehr überzeugend. Allerdings sind wir noch längst nicht so weit, dass der gesamte Energiebedarf damit abgedeckt werden kann.

Obwohl im Laufe der Zeit damit viel Geld gespart werden kann, ist die Anschaffung noch sehr aufwendig. Auch lassen sich erneuerbare Energien nur schlecht speichern oder transportieren. Langfristig gesehen, können die Kosten sicherlich noch deutlich reduziert werden, da kontinuierlich an wirtschaftlichen Lösungen gearbeitet wird.

Negativ bei erneuerbaren Energiequellen ist aber auch die vergleichsweise schlechte Verfügbarkeit, vor allem dann, wenn noch kein Speicher vorhanden ist. Sie sind viel schlechter zu steuern und noch längst nicht in der Lage, rund um die Uhr einen wirklich bedarfsgerechten Strom zu liefern.

Die Herstellung von renovierbaren Energiequellen ist in Hinsicht auf die benötigten Rohstoffe ebenfalls sehr aufwendig, was als Beispiel bei Wasserkraftwerken oder bei Fotovoltaik-Anlagen der Fall ist.

Die Energien der Zukunft

Erneuerbare Energien sind schon jetzt ein wichtiger Ansatz unserer Energiepolitik. Bis Mitte 2050 will die Bundesregierung angeblich rund 80 % vom gesamten Stromverbrauch damit abdecken.

Bis dahin sind allerdings noch starke Veränderungen notwendig. Die erneuerbaren Energieträger müssen nicht nur in bereits bestehende Netze integriert werden, sondern auch wirklich eine dezentrale Energiegewinnung um ein Vielfaches bewältigen können. Fehlende Rahmenbedingungen sind bis jetzt noch ein großes Hindernis.

 Viele Unternehmen sind deshalb gezwungen, ihre Geschäftsmodelle neu zu entwickeln. Ansonsten werden sie in der Zukunft nicht konkurrenzfähig bleiben. Viele traditionelle  Energieversorger als Beispiel, müssen erst einmal lernen, wie sie erneuerbare Energiequellen effektiv in ihre Betriebsmittel integrieren können.

Höhere Energienachfrage durch globales Bevölkerungswachstum  und steigende Einkommen

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass sich die Weltbevölkerung bis 2050 auf rund 10 Milliarden Menschen beläuft. Aktuell liegen die Zahlen bei ca. 7,7 Milliarden, wobei allerdings die Geburtenraten in Entwicklungsländern viel höher sind, als in Europa. Dadurch wird deutlich ersichtlich, dass immer mehr Menschen auf Energiequellen angewiesen sind.

Aber auch das steigende Einkommen trägt dazu bei, dass eine größere Nachfrage nach Energie vorhanden ist. Allerdings gibt es in Hinsicht der Energienachfrage bei Industriestaaten und Schwellenländern eine unterschiedliche Entwicklung.

Eine Nachfrage nach Öl wird durch das Wachstum von Ländern wie Indien oder China prognostiziert. Bei den EU-Ländern hingegen soll sich trotz einer höheren Wirtschaftsleistung die Nachfrage in den nächsten 15 Jahren stark reduzieren.

Es bleibt abzuwarten, was uns die Zukunft in Hinsicht auf renovierbare Energiequellen noch bringen wird. Fest steht auf jeden Fall schon jetzt, dass der endgültige Energieverbrauch bis 2050 in Deutschland durchaus mit erneuerbaren Energiequellen möglich ist. Dadurch könnte die importierte Strommenge von ca. 23 Terawattstunden vollständig abgedeckt werden.

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